Im Rahmen des § 20 SGB V führt der Bundesverband der Betriebskrankenkassen zahlreiche Projekte zur Reduzierung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen durch. Eine Reihe dieser Maßnahmen werden von der Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IPG) wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Evaluation des Projektes “BKK JOB FIT”
In Kooperation mit der BKK Hoesch Dortmund und dem Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin (IAPAM) führt der BKK BV im Dortmunder Norden ein Projekt durch, in dem die Gesundheit und die Lebensqualität von Arbeitslosen durch eine Selbstmanagement-Beratung gesteigert bzw. stabilisiert werden soll. Ziel ist es, die Beschäftigungsfähigkeit der Betroffenen zu erhalten oder zu verbessern, um deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt positiv zu beeinflussen. Das Projekt wird in seiner vollen Laufzeit vom Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IPG) begleitet und auf seine Wirksamkeit hin evaluiert.
Evaluation des Gesundheitsmoduls im BEAM-Projekt
An arbeitslose Personen mit psychischen Auffälligkeiten und/oder Suchterkrankungen richtet sich das Projekt Berufliche Eingliederungs- und Arbeitsmaßnahme (BEAM) welches im Rahmen des europäischen EQUAL-Programms in Kooperation mit DEVELOPMENT von der Theresia Albers Stiftung in Hattingen durchgeführt wird. Ergänzend zu den bereits bestehenden Maßnahmen veranlasste und finanziert der BKK BV ein Gesundheitsmodul, in welchem die Teilnehmer zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Gesundheit befähigt werden sollen. Dieses Gesundheitsmodul wird vom Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IPG) begleitet und evaluiert.
Evaluation des Gesundheitsprojektes „Mit Migranten für Migranten“ (MIMI)
Neben Arbeitslosen sind Migranten eine Zielgruppe für Maßnahmen zur Gesundheitsförderung von sozial Benachteiligten. Der spezifischen (sprachlichen und kulturellen) Zugangsproblematik zu diesem Personenkreis versucht das Projekt „Mit Migranten für Migranten“ (MIMI), welches der BKK BV in Kooperation mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover in verschiedenen Städten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchführt, zu begegnen. Hierzu werden Personen verschiedener Ethnizitäten angeworben und hinsichtlich gesundheitsrelevanter Themen geschult. Anschließend organisieren diese Personen eigenständig Schulungsveranstaltungen zu Themen der Gesundheit und Prävention für Mitglieder ihres Kulturkreises. Das Projekt wird vom Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IPG) wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Evaluation des Lehrforschungsprojektes „Migration und Sucht“
Die Universität Duisburg/Essen führt derzeit im Auftrag des BKK Bundesverbandes ein Lehrforschungsprojekt zur Thematik „Migration und Sucht“ durch. Dieses Projekt ist dreistufig aufgebaut: Im ersten teil findet eine Lehrveranstaltung (Seminar) zur Einführung in die Thematik statt. In Teil 2 erfolgt gemeinsam mit Studierenden die Konzeption von präventiven und gesundheitsförderlichen Maßnahmen bezüglich der o.g. Thematik. Diese sollen im dritten Teil des Projektes in die Praxis übertragen werden. Das Projekt wird vom IPG evaluiert.
Evaluation des Projektes Migrantinnen als Gesundheitsmanagerinnen der Familie
Ebenfalls mit der Thematik Prävention und Gesundheitsförderung bei Migranten beschäftigt sich das Projekt „Migrantinnen als Gesundheitsmanagerinnen der Familie“. Dieses Projekt besteht aus zwei Unterprojekten: Im ersten Projektteil wird ein Internet-Treff eingerichtet, indem türkische Frauen der Umgang mit dem Computer und dem Internet nähergebracht werden sollen. Bei den Internet-Recherchen, die zu Übungszwecken durchgeführt werden, sollen gesundheitsbezogene Themen bearbeitet werden. Hierdurch soll zum einen die Beschäftigung mit dem Thema „Gesundheit“ und den Austausch darüber angeregt werden, zum anderen sollen so Strategien der Informationsbeschaffung bei gesundheitlichen Fragestellungen vermittelt werden. Im zweiten Teil des Projekts wird zusammen mit türkischen Frauen ein „Kiez-Kochbuch“ erstellt. Hierdurch soll die Beschäftigung mit dem Thema „gesundheitsgerechte Ernährung“ angeregt werden. Die Ergebnisse sollen in dem Kochbuch in Form von Rezepten und der grundsätzlichen Darstellung der Thematik in das zu erstellende Kochbuch einfließen. Das Projekt wird im Auftrag des BKK Bundesverbandes von der Landesvereinigung Gesundheit Berlin e.V. durchgeführt und vom Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IPG) evaluiert.
Mehr Informationen erhalten Sie bei:
Jan-F. Prüßmann
Telefon 0201/56 59 6-35