Nachdem durch "JobFit Regional" gezeigt werden konnte, dass die durchgeführten Interventionen im Setting von Beschäftigungsträgern äußerst erfolgreich waren, verfolgt das nachfolgende Modellprojekt "JobFit NRW" die Zielsetzung, gesundheitsfördernde Elemente in die Regelstrukturen der Arbeitsmarktpolitik zu implementieren. Dazu berät das IPG Essen gemeinsam mit der G.I.B. im Auftrag des BKK-Bundesverbandes, des BKK-Landesverbandes und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW die Kooperationspartner aus Gesundheitswesen und Arbeitsmarktpolitik.
In vier Kommunen in NRW werden Finanzierungs- und Organisationsmodelle zu entwickelt, wie gesundheitsfördernde Maßnahmen in bestehende Regelstrukturen eingebunden werden können. Die regionalen Kooperationspartner sind insbesondere die SGB II-Träger (ARGEn aus Gelsenkirchen, Unna, Münster) sowie eine Optionskommune (Ennepe-Ruhr-Kreis), die in Rahmen des Projektes gemeinsam mit Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern diesen Prozess bestreiten.
In der Trägerlandschaft wird Arbeitslosen sowohl eine individuelle Gesundheitsberatung als auch ein Präventionskurs zur Stressbewältigung in der Arbeitslosigkeit angeboten . Damit Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften diese Gesundheitsangebote ihren Kunden anbieten und durch die SGB II-Träger sowie die Krankenkassen refinanzieren können, werden Mitarbeiterinnem und Mitarbeiter vom IPG Essen in einer fünftägigen Fortbildung geschult.
Mit dieser Schulung erhalten die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften die von den Krankenkassen geforderte notwendige Zusatzqualifikation zur Durchführung eines Präventionskurses der multimodalen Stressbewältigung im Sinne des §20 SGB V. Mit diesem Zertifikat wird die Kursgebühr der arbeitslosen Teilnehmenden von der Krankenkasse bezuschusst bzw. erstattet. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine Hochschulausbildung aus den Bereichen Pädagogik, Gesundheit, Soziales, Medizin oder eine anderweitig anerkannte Ausbildung.
Gesundheitsförderung wird zukünftig ein Thema sein, dass sowohl Arbeitsmarktpolitik als auch Gesundheitspolitik stärker beschäftigen wird (siehe hierzu auch das Gutachten des Sachverständigenrates zu der Entwicklung im Gesundheitswesen (http://www.svr-gesundheit.de/Startseite/Startseite.htm).
Wir freuen uns daher, Ihnen nun erstmals, die in den Projekten entwickelte Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bildung-, Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern anbieten zu können.
Nähere Informationen zu den notwendigen Voraussetzungen, den Inhalten und Kosten der Schulung finden Sie hier»»
Einen Überblick zu den einzelnen Kurseinheiten des Präventionskurses finden Sie hier»»
NEU! Das IPG Essen bietet nun auch eine Kursleiterausbildung für Progressive Muskelrelaxation an. Mehr Informationen zu der Zusatzqualifizierung im Sinne der GKV zur Durchführung von Präventionskursen in diesem Entspannungsverfahren finden Sie hier»»
Trainermanual zur Durchführung des Präventionskurses
Motivierende Gesundheitsgespräche mit Arbeitslosen
Qualitätsstandards in der Gesundheitsberatung Arbeitsloser
Näherer Informationen erhalten Sie hier»»
Weitere Fortbildungstermine für 2012 und Anmeldeformular
Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Universität Duisburg-Essen
Monique Faryn-Wewel
Max-Fiedler-Straße 6; 45128 Essen
Tel: 0201 / 56 59 6-24
Mail: wewel@ipg-uni-essen.de