Zwischen Arbeitslosigkeit und dem Gesundheitszustand besteht ein negativer Zusammenhang, der durch zahlreiche nationale und internationale Studien belegt wurde. Hinsichtlich der Morbidität, lässt sich nicht eine bestimmte "Arbeitslosenkrankheit" diagnostizieren, vielmehr existieren Befunde für eine höhere Belastung von Arbeitslosen durch verschiedene Symptome und Beschwerden. Dennoch zeigen sich insbesondere im psychischen Bereich im Vergleich zu Beschäftigten gravierende Unterschiede. Diese gesundheitlichen Belastungen im physischen und psychischen Bereich wirken sich wiederum negativ auf die Beschäftigungsfähigkeit und die Integrationschancen der Zielgruppe aus.
Um diesem Kreislauf entgegenzuwirken, hat sich das Projekt JobFit Regional die Verknüpfung von Gesundheitsförderung mit Arbeitsmarktintegration zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit zum Ziel gesetzt. Im Auftrag des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen übernimmt die G.I.B. die Koordination und Steuerung dieses Modellprojektes und wird hierbei vom IPG insbesondere bei Fragen der Gesundheitsförderung unterstützt. Innerhalb des Modellprojektes haben neun ausgewählte Einrichtungen der Arbeitsmarktintegration spezifische Konzepte zur Umsetzung der Projektziele entwickelt. Diese Projektträger, zu denen Arbeitslosenzentren, Bildungs- und Beschäftigungsträger und Personalservice-Agenturen zählen, bieten vor Ort gesundheitsfördernde Module für verschiedene Zielgruppen an. Inhaltlich werden die "klassischen" Gesundheitsthemen Ernährung, Sucht, Bewegung und Stress bearbeitet. Dieses geschieht jedoch vor dem besonderen Hintergrund und der spezifischen Situation, in der sich arbeitslose Menschen befinden.
Das Modellprojekt des BKK Bundesverbandes wird durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert und endet im Juni 2006.
Zu dem Modellprojekt ist auch ein Buch erschienen. Das Buch gibt Ihnen einen Überblick über den Aufbau, den Verlauf und die Evaluation des Modellprojekts JobFit Regional.
Es ist erschienen beim Wirtschaftsverlag NW in der Reihe - Gesundheitsförderung und Selbsthilfe - Band Nr. 20 und kann bei Monique Faryn-Wewel oder im NW-Verlag (Internet: www.nw-verlag.de) bestellt werden
Durchführende Institutionen
Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Universität Duisburg-Essen
Monique Faryn-Wewel
Max-Fiedler-Straße 6; 45128 Essen
Tel: 0201 / 56 59 6-24
Mail: wewel@ipg-uni-essen.de
G.I.B. NRW
Im Blankenfeld 4; 46238 Bottrop
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